HATIBA eröffnet neue Fabrik für verzinkte Kanalartikel

Zahlreiche Gäste bei Eröffnung


„Die Basis von allem ist Vertrauen. Ohne Vertrauen kann man eine derartige Investition nicht durchführen.“ Mit diesen Worten begann Jörg Marcus Ficks seine Rede anlässlich der Eröffnungsfeier der neuen Produktionsanlage in Serbien.

"Jetzt erst recht“ war das Lebensmotto von Jörg Ficks´ Vater, eines gebürtigen Rheinländers. Seine Beharrlichkeit und seinen Durchsetzungswillen muss auch der heutige Firmenchef von HATIBA geerbt haben. Denn er ließ sich nicht von Rückschlägen zurückwerfen, sondern richtete seinen Blick stets nach vorne.

So wie im Jahr 2017, als dem Unternehmen zwei Drittel des Umsatzes wegbrach, nachdem der damalige Hauptlieferant vertragswidrig quasi über Nacht die Belieferung einstellte und nichts unversucht lies, den Namen seiner Firma in den Dreck zu ziehen.    

Doch: „Gut Ding will Weile haben“, sagte Ficks bei der Werkseröffnung, als er mit vielen geladenen Gästen das neue Werk in Serbien einweihen konnte. Der Spatenstich erfolgte im August 2019.

„Mit dem Neubau investieren wir in die Zukunft unseres Familienunternehmens und es ist natürlich ein klares Bekenntnis zum deutschen Markt, der trotz aller Internationalität nach wie vor der Wichtigste für uns ist.

"Die Hälfte der Kapazität ist für den Export von verzinkte Kanalartikel in die    deutschsprachigen Märkte vorgesehen.“, sagte der Geschäftsführer.

„Durch den Bau haben wir die Voraussetzung geschaffen für das Wachstum in allen Bereichen, zudem können nun Prozesse in Produktion und Logistik optimiert  werden“, fügte der Unternehmer hinzu. Es war nach dem Neubau der Hauptverwaltung 2015 im niedersächsischen Dötlingen das größte Bauprojekt des Unternehmens.

HATIBA ist nun in der Lage sämtliche verzinkten Kanalartikel selbst zu produzieren und zu verzinken. Nach der enttäuschenden Erfahrung in 2017 sehe man sich nun gut gerüstet für die Zukunft und habe alle Zügel selbst in der Hand.



In Serbien habe man sehr gute Bedingungen für die Investition vorgefunden. So ist der Standort nah am sogenannten paneuropäischen Korridor 10, der eine schnelle Verfrachtung der für die deutschsprachigen Märkte produzierten Artikel erlaube.

Man findet gut ausgebildete, motivierte  Mitarbeiter. Die Kapazität der eigenen, brandneuen Feuerverzinkerei stellt auf dem serbischen Markt ebenfalls eine gefragte Größe dar.

     „Wir müssen attraktiv bleiben.“
    Jörg Marcus Ficks, geschäftsführender Gesellschafter.

Der Eröffnungsfeier in der neuen Anlage haben zahlreiche Repräsentanten der lokalen Verwaltung, der deutsch-serbischen Handelskammer und sogar Mitarbeiter des  Kabinetts beigewohnt.

Der Präsident des Landkreises, Milan Djokic, erklärte im Interview wie wichtig die Investition von HATIBA am Standort für die Entwicklung des lokalen Arbeits-marktes sei. Für Djokic ist das Werk ein Gewinn für die Lebensqualität im Ort.

„Wir sind dankbar dafür, einen Investor im Kreis zu haben, der nicht nur Arbeits-, sondern auch   Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt und damit eine echte Perspektive für die Menschen anbietet.“ Mit allen angeschlossenen Zulieferern und der Blechverarbeitung beschäftigt das Werk bis zu 130 Arbeitskräfte.

Für Jörg Ficks liegt das Augenmerk künftig weiter auf dem Ausbau der bisherigen, sehr guten Kundenbeziehungen. „Daher müssen wir attraktiv bleiben“ sagte er im  Interview.

Der Eröffnungsfeier schloss sich ein Werksrundgang mit anschließendem Buffet an.